Der Schatten gilt seit Carl Gustav Jungs Entwicklung der Analytischen Psychologie (1913) als ein Urbild des menschlichen Vorstellungsmusters. Nach Jungs Individuationsprozess steht der Schatten für all das, was wir als Teil einer Gesellschaft nicht preisgeben können – für Charakterzüge und Wünsche, die von der Gesellschaft nicht geduldet werden.
Das Buch »Schattenraum« entbindet den Schatten – spielerisch und experimentell – von seinem negativen Klischee. Der eigene Schatten, als individualisierender Teil der Persönlichkeit, soll thematisiert und angenommen werden.
Im zweiten Teil »Schattentraum« wird der Schatten gänzlich von seinen Bedeutungen getrennt. Er wird neu erfunden und kann aus neuen Blickwinkeln betrachtet werden. Auf dieser abstrakten Ebene gibt es keine Angst mehr vor dem eigenen Schatten, der Mensch kann zum »Selbst« werden.